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  Aus Briefen ehemaliger Belvederer

Ein letztes, herzliches „DANKESCHÖN“!!!! (04.07.2014)
Vor neun Jahren standen wir mit unserem Sohn Linus vor einer schweren und weitreichenden Entscheidung. Noch nicht einmal elf Jahre alt behauptete Linus, zum Musikgymnasium in Weimar zu gehen, das sei „die Chance seines Lebens“; und wenn er diese Chance nicht wahrnähme, wäre er dumm…
Die Mama weint, der Papa „schluckt“, die Omas haben große Bedenken, dass sich das Kind von der Familie entfremdet. Alle geben gut gemeinte Ratschläge – aber die Entscheidung mussten doch letztendlich wir treffen. Noch keine zwei Jahre hatte Linus Trompetenunterricht gehabt, noch nie war er zu diesem Zeitpunkt mit Tonsatz, Gehörbildung, Harmonielehre etc. konfrontiert worden. Unsere große Angst war, ob er den Anforderungen gewachsen sein würde, dem Druck Stand halten und trotzdem Kind und Mensch bleiben? Und das so weit weg von der Familie?
Eine gute Freundin der Familie kam mit zur Aufnahmeprüfung, um sich gemeinsam mit uns ein Bild von der Schule und dem Internat machen zu können, in denen Linus seine nächsten Jahre verbringen wollte. Die Atmosphäre, die freundliche und aufgeschlossene Art derjenigen, denen wir begegnet sind, hatten uns ein sehr positives Gefühl gegeben und auf der Rückfahrt stand für Linus absolut fest: „Da will ich hin!“.
Ab diesem Zeitpunkt gab es kein „Zurück“ mehr.
Wir sind unendlich froh, dass wir Linus diese Chance gegeben haben und möchten hiermit allen ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen, die unseren Sohn acht Jahre lang auf dieser Schule und im Internat begleitet und gefördert haben. Sehr schnell haben wir an Linus feststellen können, dass er trotz der langen Zugfahrten und der großen Entfernung zum Elternhaus immer gern nach den Heimfahrtswochenenden und Ferien nach Weimar zurückgekehrt ist. Auf uns wirkte Linus an den Wochenenden ausgeglichen, fröhlich und zufrieden. Ein klares Zeichen dafür, dass er sich offensichtlich in Schule und Internat wohlgefühlt hat. Besser konnte es nicht sein. Und das ist eindeutig der Verdienst aller Mitarbeiter in Schule und Internat.
Ihre Arbeit, die Sie alle dort leisten, ist mehr als nur ein „Job“. Um so vielen Kindern und Jugendlichen einen so wunderbaren Raum zum Wachsen geben zu können, obwohl hohe Leistungsanforderungen bestehen, bedarf es des großen Interesses am Kind. Die Förderung dieser Kinder und Jugendlichen haben Sie zu Ihrer Berufung gemacht. Es ist so wunderbar, auch in Konzerten, zu sehen, zu welchen Höchstleistungen so junge Menschen in der Lage sind. Beeindruckt und voller Respekt, dass Sie sich alle gemeinsam dafür einsetzen, das Potenzial aus jedem Einzelnen herauszuholen, bleibt uns nur ein letztes, herzliches „DANKESCHÖN“!!!! zu sagen.
Kirsten und Reiner Krimphove (Eltern von Linus Krimphove, Abiturient 2014)

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